Blogdiskussion von Studierenden der Caritas-Schulen

zum Thema „Pandemie: meine persönliche Situation und menschenrechtliche Gesichtspunkte“

31.01.2022

EINLEITUNG – ZUM PROJEKT

Knapp 700 Tage. So lange ist es her, seit bekannt wurde, dass auch in Österreich ein Mensch an Covid19 erkrankte. Wir erinnern uns an die Bilder vor zwei Jahren, als die Angst schon Einzug gehalten hatte, bevor dieser bekannt wurde. Wir erinnern uns an bewegte und bewegende Bilder von Menschen in Italien, die in Gängen von Krankenhäusern auf eine Behandlung warteten und unter Umständen dabei starben. Schrecklich für sie und deren Angehörige, das steht außer Frage.
Ich kann mich gut erinnern, zu Neujahr 2021 saß ich mit meinen beiden Kindheitsfreundinnen im Auto – mit Maske natürlich – und eine der beiden bemerkte treffend, „Stellt euch vor, jemand hätte uns vor einem Jahr ein Foto gezeigt, von uns hier im Auto. Wir hätten doch keine Ahnung gehabt, was abgeht.“ Und fast scheint es, als hätte das wiederum mehr als ein Jahr später noch immer niemand (der Verantwortlichen).

Zu Recht gingen also einige angehende Maturant:innen vor knapp zwei Wochen auf die Straße und forderten u.a., dass die anhaltende Belastung endlich auch in den Anforderungen an sie berücksichtigt wird. Die Aktion kritischer Schüler:innen hatte zu diesem Zeichen aufgerufen, auch in Salzburg machten die Maturant:innen zweier Schulen von ihrem Recht auf Versammlung Gebrauch (Art. 20 AEMR). Ein guter Zeitpunkt also, um sich zu fragen:

Wie sehe ich die vergangenen zwei Jahre unter menschenrechtlichen Gesichtspunkten?
Und was macht das mit mir?

Diesen Fragen stellten sich insgesamt knapp 40 Studierende dreier Klassen der Schule für Sozialbetreuungsberufe und dem Kolleg für Sozialpädagogik der Caritas. Ein Gewinn, hoffentlich nicht nur für sie persönlich, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen – in Ruhe und zunächst ganz für sich. Anfang Dezember nannte AHS-Landesschulsprecher Stijn Maas das Klassenzimmer einen „Mikrokosmos der Gesellschaft“, wir – „die Gesellschaft“ – können uns also dankbar schätzen, dass die Studierenden uns nun diesen Einblick gewähren.

Wie geht es dir mit den aktuell geltenden Covid-Bestimmungen und welche Bezüge kannst du zu Grund- und Menschenrechten herstellen? Diese Aufgabenstellung bearbeiteten die Studierenden von Anfang Dezember bis Weihnachten – Ausgangsbeschränkungen zu dieser Zeit also geltend bis remittierend.

Wie sehen die Studierenden unserer Projektpartner:innen, der Caritas-Schulen, nun also die gegenwärtige (menschenrechtliche) Lage? Ohne den Anspruch auf Vollständigkeit erheben zu wollen, haben wir vom Projektteam die, unserem Eindruck nach außerordentlich ehrlichen & reflektierten, Beiträge aufbereitet und laden euch ein, auch euch selbst diese Fragen zu stellen.

Für die Blogdiskussion bitten wir folgendes zu beachten:

  1. Hasskommentare jeder Art werden ausnahmslos gelöscht, wir begegnen uns auf Augenhöhe & eines jeden/ jeder Perspektive ist für die Diskussion wertvoll!
  2. Stände brauchen Punkte, versuche deine Meinung argumentativ aufzubauen. So gibst du anderen die Chance, deine Gedanken zu verstehen.
  3. Kritik ist hilfreich, wenn sie die Sache, nicht den Menschen kritisiert. In Meinungen sind Gemeinsamkeiten, wie Gegensätze enthalten, diese gilt es zu adressieren (siehe Punkt 2).

Übrigens, diese Woche ist der Sicherheit im Netz gewidmet.
Wir wünschen neue Erkenntnisse und viel Freude beim austauschen und diskutieren!

22 Kommentare zu „Blogdiskussion von Studierenden der Caritas-Schulen“

  1. In den Chatbeiträgen vieler Studierender, die in ihren Klassen bisher am Projekt teilgenommen haben, hat das Thema Recht auf Meinungsfreiheit eine wichtige Rolle gespielt. Dabei ist mir klar geworden, wie wichtig die ungehinderte Ausübung dieses Rechts für ALLE ist – auch im Alltag und im privaten Raum! Diskussionen über Themen der Pandemie wie z.B. die Impfpflicht zeigen das recht deutlich.
    Ich kenne einige, die massive Konflikte sogar im Freundeskreis oder in der Familie erlebt haben. Sie sagen: „Ich mag in solchen Situationen gar nichts mehr sagen. Ich schweige lieber.“ Hier zeigt sich: Ab einer bestimmten Eskalationsstufe wird es oft schwer, seine eigene Meinung einzubringen – vor allem wenn sie nicht der Mehrheitsmeinung entspricht! Das bedeutet: Meine Freiheit, zu sagen, was ich denke, ist eingeschränkt – und damit auch verletzt!!
    Im Artikel 19 des UN-Zivilpakts wird das Menschenrecht auf Meinungsfreiheit festgeschrieben (https://www.zivilpakt.de/meinungsfreiheit-3359/) : Der Menschenrechtsausschuss der Vereinten Nationen hat diesen Arti kel 19 in seiner Allgemeinen Bemerkung konkret erläutert: Keine Person darf aufgrund ihrer Meinung in politischen, gesundheitlichen oder ethischen Angelegenheiten beeinträchtigt, schikaniert, eingeschüchtert oder stigmatisiert werden.
    Ich bin überzeugt: Das gilt auch für Gespräche im Freundeskreis und in der Familie.

    Josef Mautner 

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    1. Leider kann ich diese Aussagen nur bestätigen. Sowohl am Arbeitsplatz als auch innerhalb der Familie und im Freundeskreis kam es zwischen geimpften und ungeimpften immer wieder zu heftigen Diskussionen und sogar persönlichen Beleidigungen. Verständlich, dass man dann lieber schweigt.
      Mein Eindruck ist, dass das Recht auf Meinungsfreiheit von Lockdown zu Lockdown weniger wurde.

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    2. Ich bin der Meinung das jeder Mensch das recht hat selbst zu bestimmen solange er keinen anderen Menschen gefährdet. Ich bin weder Gegner noch Befürworter der Impfpflicht. Wenn ich auf die zwei Jahre zurückblicke sah ich sehr viel Unsicherheit welch Meinung man vertritt. Ich selbst bin gegen viel geimpft und habe daher kein großes Problem damit und verstehe auch den Politischen/Wirtschaftlichen Aspekt. Ich habe aber auch viele Freunde, die nicht geimpft sind und kann deren Bedenken und angst nachvollziehen. Am schlimmsten fand ich wirklich wie manche Medien versucht haben andere zu beeinflussen, statt sachlich und bei den Fakten zu bleiben. Dies betraf beide Seiten. Das führte zu Hass, Angst und einer gesellschaftlichen Aufteilung. Das Thema Impfen war und ist ein Thema wo die Meinungen schon immer auseinander gingen. Wir alle sind unterschiedlich gepolt und haben unterschiedliche Moralische Kompasse. Unser Rechtssystem ist noch recht Jung und stand zum ersten Mal vor dieser Art Katastrophe. Ich hoffe wir lernen aus der Vergangenheit und Schauen gestakter in die Zukunft.

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  2. Hallo… Ich bin so froh das mittlerweile ein bisschen Normalität eingetreten ist.. Die Pandemie hat eine Menschen Spaltung gebracht.. Mit dem Recht auf eigene Meinung hat man sich viele Feinde gemacht, man überlegte sich gut was man zu wem sagte… Das Recht über meinen Körper zu entscheiden, wurde durch die geplante Impfpflicht völlig ausgeblendet… Es ist mein Körper und ich bin selber für meine Gesundheit verantwortlich dann soll ich auch selber entscheiden dürfen ob ich mich impfen lasse oder nicht… Zum Glück ist das momentan kein Thema mehr, ich hoffe es bleibt so und wir können wieder ein uneingeschränktes Leben führen…

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    1. COVID-19 hat unser aller Leben auf den Kopf gestellt und unsere Welt durcheinander gebracht. Hätte uns jemand vor ein paar Jahren davor erzählt, dass wir Mundschutzmasken tragen müssen und uns vor einer ansteckenden Lungenkrankheit schützen müssen- weltweit…hätten wir dies wohl kaum glauben können. Ich bin dafür, dass wir alle eine Recht auf Gesundheit haben, sowie auch ein Recht darauf haben unsere Meinungen zu äußern und Entscheidungen selbstständig zu treffen. Statt Schutz und Unterstützung zu bieten, wurden Unwahrheiten verbreitet, die Menschen instrumentalisiert und damit verheerende Schäden für Menschen und ihre Rechte angerichtet. Nach gut zwei Jahren befinden wir uns noch immer mitten in einer globalen Gesundheits-und Menschenrechtskrise!

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  3. Auch ich gehörte lange zu den ungeimpften und habe mich an die aufgezwungenen Regeln gehalten. Ich habe immer akzeptiert, wenn sich jemand für bzw. gegen die Impfung entschieden hat und bin auch immer noch der Meinung, dass dies jeder selbst entscheiden darf.
    Jedoch habe ich immer wieder erlebt, welche Kluft in meinem Umfeld zwischen geimpft und ungeimpft entstand. Die Meinungsfreiheit war endgültig futsch, ich äußerte mich dazu nicht mehr.
    Als schließlich im Dezember ´21 die Impfpflicht beschlossen wurde und Wintersport auch nur mehr mit 2G ausgeführt werden durfte war es für mich persönlich endgültig vorbei mit meinem persönlichen Entscheidungsrecht. Ich wollte mir dennoch nicht vorschreiben lassen, mich im Frühjahr ´22 impfen zu müssen und habe mich aufgrund der beschlossenen Impfpflicht aber auch aufgrund inzwischen weiterer eingetretener Gründe noch im Dezember ´21 für eine Impfung entschieden.
    Obwohl es ja für mich noch andere Gründe für die Impfung gab, hatte ich danach manchmal das Gefühl, ich habe mich zwingen lassen bzw. ich sein meinem Standpunkt nicht treu geblieben!

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  4. Da ich bereits seit über einem Jahrzehnt im Gesundheitsbereich arbeite und auch freiwillig im Rettungsdienst tätig bin, habe ich mich zu Beginn der Pandemie intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt. Ich führte sehr viele Diskussionen mit den verschiedensten Personen die sich intensiv mit dieser Thematik auseinandersetzten und auch an der Basis arbeiten. (Ärzte, Pflegepersonal usw.).
    Danach bin ich für mich zu dem Entschluss gekommen, mich nicht impfen zu lassen. Was am Ende des letzten Jahres immer wieder zu vielen Diskussionen im Freundes- und Bekanntenkreis sowie in der Arbeit führte. Ich finde es nach wie vor sehr traurig, dass man seine eigene Meinung nicht vertreten darf und diese nicht akzeptiert wird!
    In den verschiedensten Sozialen Medien beleidigen sich Menschen gegenseitig, nur weil sie eine „Eigene Meinung“ haben und diese durchsetzen wollen. Ich bin der Ansicht, dass jeder über seinen Körper selbst entscheiden sollte, was man diesem zuführt.

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  5. Ich finde es sollte sich jeder Mensch frei entscheiden können, ob er sich impfen lässt oder nicht.
    Weil Corona niemanden egal ist, wird sich wahrscheinlich jeder persönlich mit dem Pro und Contra der Impfung auseinander gesetzt haben. Schließlich ist man nicht nur für die Gesundheit von anderen verantwortlich. Sondern auch für die eigene Gesundheit. Es kommt mir so vor als ob es eine Glaubensfrage oder Religion ist.
    Wenn man geimpft ist gehört man in diese Ecke, ist man ungeimpft in die andere. Was soll dieses Schubladen denken?
    Lasst uns doch rücksichtsvoll sein und aufeinander aufpassen. Wir sitzen alle im selben Boot. Es für uns alle gerade eine Zeit mit großen Herrausforderungen und Einschränkungen egal welcher Altersgruppe. Es werden viele Freiheiten eingeschränkt, von denen man nie gedacht hätte dass das in Österreich möglich ist. Mann kann nur hoffen dass es dadurch nicht zuviele Spätfolgen bei den Menschen geben wird. Wir sollten uns auch nicht noch gegenseitig das Leben schwer machen.
    Ich glaube das Corona irgendwann eine ganz normale und gut erforschte Krankheit wird, mit der wir gut leben können und keiner mehr daran sterben muß. Bis dahin brauchen wir aber noch Geduld.

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  6. Ich arbeite in einer Einrichtung mit Menschen mit Behinderung. Mit dem Beginn der Pandemie hat sich das Leben für unsere BewohnerInnen ebenfalls schlagartig geändert.: Besuchsverbote, Schließungen der Tageszentren, keine Therapien…;
    BewohnerInnen wurden mit dem Inkrafttreten der Ausgangsbeschränkung teilweise komplett isoliert. Die Angst vor einer Ansteckung war sehr groß. Es zählte nur noch der Schutz unserer BewohnerInnen und nicht mehr die Freiheit.
    Ich bin sehr froh darüber, dass es im Laufe der Pandemie immer wieder Lockerungen stattgefunden haben. Für viele Menschen mit Behinderungen war es oft kognitiv nicht nachvollziehbar, warum sie jetzt nicht nach Hause dürfen, keine Besuche mehr kommen, Tageszentren geschlossen sind und wir BegleiterInnen mit Mundschutz herumlaufen.
    Ich hoffe für die Freiheit unserer BewohnerInnen und auch für uns alle, dass diese Krise bald vorbei ist, oder wir zumindest ohne Einschränkungen und Bestimmungen damit leben lernen.

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  7. Riba
    22.03.2022
    Es ist endlich Zeit das es endlich mall aufhört!
    Das Virus hat das Soziale leben beeinträchtigt.
    Man hört nur von Tag zu Tag so und so viele positive.
    Ständig die Testungen und die Masken.
    Ich bin ein Mansch der gerne lachen tut und Vize reist aber leider sehe ich nicht das Gesicht Ausdruck.
    Alle haben Angst angesteckt zu werden, den niemand will Krank sein und im Haus eingeschlossen sein.

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  8. Für mich Persönlich ist das Thema Corona nur mehr lächerlich. Das Virus ist da und wir müssen damit Leben. Die letzten 2 Jahre waren für jedem ob Geimpft oder Ungeimpft eine Herausforderung. Ich selbst bin ungeimpft und werde es auch bleiben. Mein Praktikum im KH hab ich auf der Corona Stadion verbracht. Viele Angestellte haben es nicht Akzeptiert oder verstanden warum ich mich nicht impfen lasse und der Gefahr ausgebe das Virus zu bekommen und einen schweren Verlauf habe. Die Kommentare was ich mir da anhören musste haben mich wirklich schockiert. Ich hoffe das in Zukunft die Menschen sich untereinander wieder mehr Akzeptieren egal ob Geimpft oder Ungeimpft.

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  9. Da ich bereits in einem Alter bin um als Risikopatient zu gelten, hatte ich von Anfang an einen großen Respekt vor dieser Krankheit. Als Betreuer im Behindertenbereich wurden wir auch als erstes geimpft und ich war sehr froh darüber. Es war für mich selbstverständlich diesen wichtigen Beitrag an der Gesellschaft und auch für mich selbst zu leisten. Trotzdem habe ich immer respektiert, wenn jemand eine andere Meinung zu diesem Thema hat. Leider sind Ausgrenzungen und Anfeindungen in vielen Bereichen unseres Lebens alltäglich geworden. Jeder sollte bei sich selbst anfangen, seine Einstellung und Empathie überdenken, bewerten und vielleicht korrigieren. Diese Pandemie hat uns Menschen ein wenig voneinander entfernt, mir kommt oft vor, der „Babyelefant“ steht immer noch zwischen uns. Ich wünsche mir, dass wir wieder etwas Nähe finden können.

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  10. Als ich im Seniorenwohnheim arbeitete, machte ich die Erfahrung, dass das Coronavirus für die Menschen sehr belastend und störend war. Sehr viele Bewohner hatten große Angst sich auch anzustecken. Was aber das größere Problem war, war das Alleine sein. Uns Pfleger/innen nur mehr mit Maske und Schutzkleidung zu sehen. Das war sehr befremdlich für die Senioren. Einige Bewohner redeten sehr viel darüber, andere igelten sich immer mehr ein. Was auch für uns als Pflegepersonal sehr belastend war. Da wir die älteren Menschen sehr gut verstehen konnten. Einige Bewohner sagten was die ganze Politik eigentlich will? Sie haben den zweiten Weltkrieg miterlebt und überlebt, was will dann so ein Virus? Wir bemühten uns mit den Bewohnern so viel wie möglich zu reden und ihnen ein Stück Normalität und Sicherheit zu geben. Das ganze ist nicht nur für die Bewohner sehr Belastend sondern auch für uns.

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  11. Ich denke jeder Mensch hat das Recht selber zu entscheiden was er mit seinem Körper macht und was nicht. Ich finde es wirklich erschreckend, wie Menschen aufeinander losgehen können, nur weil jemand die Meinung des anderen nicht akzeptiert oder versteht. Ich selber habe mich gegen die Impfung entschieden und musste mir auch vieles anhören. Corona hat die Menschen voneinander entfernt, so kommt es mir vor. Auch für die Kinder finde ich es sehr schwierig , gerade wenn sie noch klein sind , weiß man nicht wie man dieses Thema richtig erklären soll. Ich hoffe dass die Menschen wieder mehr aufeinander zugehen und es wieder mehr Zusammenhalt gibt.

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  12. Ich kann mich noch sehr gut erinnern als ich das erste Mal das Wort Corona hörte und darüber die ersten Bilder im TV sah. Am Anfang hab ich es noch belächelt und mir nichts dabei gedacht. Als es aber dann hieß lockdown, wir müssen zu Hause bleiben, die Kinder dürfen nicht mehr raus zum Spielen wurde mir der Ernst der Lage bewusst. Doch nach 2 Jahren zu und aufs hab ich wirklich die Nase voll. Es ist entgültig genug und wie man sieht haben sich auf lange Zeit die Maßnahmen kaum was gebracht. Ich bin zwar geimpft doch ich akzeptiere jeden seine Entscheidung sich nicht impfen zu lassen. Wir leben in einer Zeit wo man uns eigendlich nicht mehr einsperren darf. Ebenso die Diskriminierung „nur du darfst rein wenn geimpft oder genesen/getestet“. Wir müssen uns schon an so viele Regeln halten aber frei zu Leben wie es einem Menschen eigendlich zustehen würde scheint wie ein Ding der Unmöglichkeit. Ich wünsche mir dass meine Kinder noch in einer Welt, die so gut wie möglich frei von Pandemie, Krieg, und gegenseitigen Hass ist, aufwachsen dürfen.

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  13. Zu Beginn der Pandemie, als der erste Lockdown verhängt wurde, herrschte Angst und Schrecken. Einen Lockdown in einer Gesellschaft zu erfahren, wo Sicherheit, Wohlstand und die ständige Selbstoptimierung im Vordergrund stand, stand auf einmal Still. Diese Dualität des Lebens, wo es immer 2 Seiten davon gibt wurde aktiviert. Die Gesellschaft bekam Einblick in die totale Angst vor dem Tod. Maßnahmen wurden geschaffen und verhängt, wo aus heutiger Sicht viele Fragen offen sind – Waren diese gerechtfertigt? Grundrechte sind dazu da, um uns vor korrupten Politikern zu schützen. Dennoch wurde auf unseren Grundrechten herum getreten. Eine Impflicht wurde aktualisiert, wo jeder Mensch auf seine Selbstbestimmung und auf das Recht setzt, ich darf doch selbst entscheiden, was mit dem eigenem Körper passiert. Doch Selbstbestimmung ist meiner Meinung nach in einem Egoismus abgedriftet, der Gesellschaftlich „antisozial“ erkennbar wird. Wäre dieser Virus wirklich so tödlich gewesen, kann man davon ausgehen, dass jeder Freiwillig zur Impfung gelaufen wäre. Diskriminierung und Spaltung ist auch noch in der heutigen Zeit ein aktuelles Thema, wo wir doch anscheinend so gebildete und Intelligente Menschen sind! Fragwürdiges Thema Pandemie. Wenn Politik versucht die Natur zu kontrollieren und gegen einen Virus zu kämpfen, der im Bewusstsein der Menschen in den letzten 2 Jahren so verankert wurde, kann man sich die Frage stellen. Sollten wir uns nicht mehr Bewusst werden, dass man den Tod bei der Geburt gratis mit einkauft. Die Illusion zu glauben, dass das Leben 80 Jahre unsterblich gut verläuft war ein gesellschaftliches Ergebnis der letzten 70 Jahre. Das Leben und die Natur kennt dieses Verstandesdenken von uns Menschen nicht. Es passiert einfach, und wir Menschen „passieren“ dabei mit. Wir haben nur ein wenig Glück, in einem Land wie Österreich zu leben, wo es nicht um das wirkliche Überleben wie in anderen Teilen auf dieser Erde geht. Wir haben ein eigenes Zuhause, was zum Essen, ein gutes Gesundheitssystem und Leben in einem relativ gutem Wirtschaftssystem. Wäre ich in der Politik und an der Macht, würde ich statt Corona, 2 Jahre Lang „Frieden und Miteinander“ in die Welt programmieren 😊

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  14. Große Leidtragende waren in der Zeit der Pandemie auf alle Fälle auch die Kinder und Jugendlichen. Das gesamte Leben der Kinder und Jugendlichen wurde buchstäblich auf den Kopf gestellt! Der Verlust von Tagesstrukturen und der gewohnten Routine stellte alles auf den Kopf! Fehlende soziale Kontakte, Konflikte zwischen Eltern und Geschwistern verschärften in meinen Augen die ganze Situation. Home Schooling war für viele Eltern eine große Herausforderung, ich persönlich kam an meine eignen Grenzen. Von den psychischen Folgen will ich erst gar nicht anfangen! Aber die überfüllten Kinder- und Jugendpsychiatrie sagen vieles aus. Die seelische Belastung von den Kindern und Jugendlichen wird sich früher oder später bemerkbar machen – ich hoffe, dass diese Hilfeschreie der Kinder auch gehört werden.

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  15. Für mich persönlich, war das Gefühl als ungeimpfte Person aus dem gesellschaftlichen Leben ausgegrenzt zu werden, eine aufwühlende Erfahrung. Eine Gruppe von Menschen, die kritisch hinterfragen und nicht sofort dem Mainstream folgen, so dermaßen zu diskriminieren, ist meiner Meinung nach eine Verletzung des Rechtes auf persönliche Freiheit. Genauso wurde das Recht auf freie Meinungsäußerung verletzt. Ich finde, dass dies auch die Ärzte zu spüren bekamen, denen mit Lizenzentzug gedroht wurde, falls sie ihren Patienten nicht die Impfung empfehlen. Gesundheitsfragen sollten Ärzte entscheiden können, die ihre Patienten genau kennen und nicht die Politik. Bei Corona handelt es sich um einen Virus, den man leider nicht durch eine Impfung ausrotten kann, so wie Poken oder Masern. Wir werden wahrscheinlich mit der Impfung immer hinterherhinken, da sich dieser Virus, ähnlich einem Grippevirus, laufend verändern wird. Deshalb finde ich, dass mehrere Behandlungsmöglichkeiten forciert und nicht nur auf die Impfung allein, gesetzt werden sollte.
    Besonders bedenklich, finde ich die daraus entstandene Spaltung der Gesellschaft. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass dies in einem Land, mit einer gebildeten Bevölkerung, so einfach möglich ist.
    Die Langzeitfolgen, auch besonders für Kinder und Jugendliche, wie von meiner Vorrednerin beschrieben, werden uns sicher noch lange beschäftigen. Ich hoffe, dass sich die Lage für die kommenden Wochen bessert und wünsche mir, dass unsere Regierung wenn notwendig, Maßnahmen setzt die auf Freiwilligkeit aufgebaut sind und nicht auf Zwang.

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  16. Ich arbeitete während der Pandemie in einer Schule – Schule für Kinder und Jugendlichen mit Beeinträchtigung – und für unsere Schüler/innen waren die Beschränkungen sehr schwierig, da sie den strukturierten Tagesablauf und die sozialen Kontakte zu den gleichaltrigen verloren. Nebenbei kamen noch die Angst vor Corona und die Konflikte zu Hause dazu. Bei einigen Schüler/innen verschlechtere sich die Leistung sehr stark, da sie für den Online Unterricht entweder nicht geeignet waren oder einfach keine Motivation mehr hatten. Die älteren Schüler/innen bekamen irgendwann Zukunftsängste, da sie nicht wussten ob sie den Schulabschluss schaffen und einen Job bzw. Praktikum finden. Ich sah Schüler/innen weinen, als sie ein schlechtes Gewissen bekamen, da deren Antigentest plötzlich positiv war oder aber auch, weil sie wieder mal Kontaktpersonen waren. Die Pandemie war eine große seelische Belastung für die Kinder und Jugendlichen und deshalb wundert es mich nicht, dass Kinder- und Jugendpsychiatrien voll sind.

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  17. Die Pandemie hat mich am Anfang sehr belastet und die Maßnahmen waren so streng und unverständlich, dass ich mich nicht auskannte.

    Die erste Lockdown und rundherum dieses eine Jahr war heftig. In der Schule wo ich arbeite hatten einige panische Angst und es war verständlich. Danach kamen noch die Impfungen dazu mit wenig Informationen her und natürlich ist es verständlich das dann alle nicht dabei mitmachten. Die Ärzte selber waren unwissend und konnten uns nicht weiter helfen. Man wollte Sicherheit, aber auch vertrauen, aber dies war zu wenig. Ich verstand es mit der Maskenpflicht, aber Impfung am Anfang war zu viel vor allem bei meinen Kindern wollte ich es auf keinen Fall. Ich wollte wissen was ich in mein Körper rein bekam und was für genauere Nebenwirkungen es haben könnte. Wir waren ratlos und quasi dazu gezwungen und das führte zu chaos. Einige wurden sogar mit Kündigungen gedroht. Urlaubspläne waren durchgestrichen. Es war alles auf einmal gekommen.

    Aber Ich fand es schön das mehrere Menschen sich gegen das Impfen weigerten, somit konnte man auch mehrere Augen öffnen die unüberlegt gehandelt hatten. Das Recht auf Meinungsfreiheit von den Menschen wollten Sie komplett in meinen Augen wegnehmen und das darf nicht geschehen.

    Es ist jetzt nicht mehr so belastend, eigentlich denke ich nicht mehr an Corona, es ist wie Grippe für mich, aber was wir alle so erlebt haben ist nicht mehr zum Vergessen. Das Thema wird uns alle noch lange Zeit beschäftigen, aber hoffe das es besser wird.

    Einige Rechte funktionieren meiner Meinung nach nicht so wie sie es beschreiben.

    Ich hoffe das man noch daran arbeitet und Verbesserungen einbringt.

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  18. Das erste Mal, dass Ich vom Corona Virus gehört habe, war ende 2019 durch die sozialen Medien.
    Zu diesem Zeitpunkt machte Ich mir keine Gedanken darüber. Als Ich jedoch erfuhr, dass das Virus bereits in Italien ist, und dort alles über den Kopf stellt, begann Ich mich mehr damit auseinander zu setzen und darüber zu informieren. Februar 2020 war der Virus dann bei uns und der erste Lockdown folgte. Natürlich denkt man sich, was kommt jetzt auf uns zu, und wie weit geht das? Damals waren die Straßen leer und man sah fast keinen Menschen mehr. War ja alles neu für jeden. Die Unsicherheit und die ständige Fragen waren kein gutes Gefühl. Ich fands Schade, auf meine Freunde verzichten haben zu müssen, und generell nicht mehr in der Gesellschaft zu sein. Nach ein paar Monaten war dieser Wahnsinn schon fast normal. Maske rauf, wird schon nichts passieren. Nach dem Motto. Auf der anderen Seite ist es schon sehr wichtig auf die Leute zu denken, die es schwer getroffen hat, denn nicht jedem gings damit gesundheitlich gleich. Ich glaube, wenn jeder seinen Beitrag leistet, und sich zumindest ein bisschen dafür einsetzt, dieses Virus zu bewältigen, kann man das schon schaffen. Auf jedenfall ists gut, dass es mit der Zeit besser geworden ist, und jetzt das normale Leben wieder so gut wies geht weiter gehen kann.

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  19. Corona hat uns vor viele Herausforderungen gestellt. Ich denke das Grundproblem war die fehlerhaft und geringe Kommunikation seitens der Regierung und das geringe Verständnis von Wissenschaft. Die Regierung hat leider mehrere Versprechen gemacht welche einfach nicht einzuhalten waren und somit für viel Verunsicherung gesorgt haben. Zudem haben sie meist erst gehandelt, als es bereits zu spät war. So haben sie im Sommer 2021 kaum eine Impfkampange durchgeführt nur um im Herbst zu merken, dass nur wenige Leute geimpft sind und sie somit die Impfpflicht einführen wollten. Und das obwohl sie eigentlich versprochen habe nie eine Impfpflicht einführen zu werden. Solche Dinge sind natürlich verehrend für das Vertrauen in die Regierung. Bezüglich des Verständis für die Wissenschaft haben sie auch verfehlt darüber aufzuklären, natürlich wird sich bei einem so neuen Virus der wissenschaftliche Stand sehr oft ändern. Durch dieses fehlende Verständnis kommt natürlich schnell der Gedanke auf, die wissen ja eh nicht was sie machen und die verarschen uns nur. Ich denke diese Debatte wäre niemals so groß geworden und relevant, hätte es eine gut und vor allem umfangreiche Aufklärung gegeben. Jedoch finde ich auch das sehr viele Fragwürdige Maßnahmen ergriffen wurden, gerade in der Förderung von großen Firmen oder in unlogischen Schließungen von gewissen Bereichen währenddessen anderen offen bleiben durften.

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